Bündner Jagdaufsicht muss wegen Wolfsrudel neu planen

250 Tiere reisse das Wolfsrudel im Calanda-Massiv im Jahr, heisst es bei der Bündner Jagdaufsicht. Deshalb muss nun die Jagdplanung angepasst werden. In der betroffenen Region sollen dieses Jahr darum nur noch 60 Hirsche statt 80 geschossen werden.

Hirsch

Bildlegende: Mit der Sonderjagd im Herbst können die Abschüsse in den Regionen nach Bedarf reguliert werden. zvg

Ein Teil der Verluste am Calanda würde aber durch die Wanderung des Schalenwildes auf mehrere Regionen verteilt. Wie sich die Zahl der gerissenen Tiere auf die verschiedenen Tierarten verteile, ist laut Jagdinspektor Georg Brosi nicht bekannt, da die Wildhut bei weitem nicht alle Risse entdeckt. Klar ist, dass das Wild sein Verhalten wegen den Wölfen angepasst hat. Am stärksten veränderten die Rehe ihr Auftreten: Sie lassen sich in offenem Gelände kaum noch blicken.

Hirschpopulation an der Grenze der Tragbarkeit

Für den ganzen Kanton sieht die Jagdplanung den Abschuss von 4655 Hirschen vor, zehn mehr als im Vorjahr. Auch in den einzelnen Regionen bleiben die Zahlen auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Die Hirschpopulation befindet sich laut dem Jagdinspektor mit 15'000 Tieren an der Grenze des Erträglichen, könne mit der Jagd aber unter Kontrolle gehalten werden.