Bündner Parlamentarier sollen weniger reden

Die Effizienz des Bündner Grossen Rats soll gesteigert werden. Die zuständige Kommission des Parlements will die Redezeiten einschränken. Auch die Regierung soll künftig schneller auf den Punkt kommen.

Blick in den Ratssaal des Bündner Grossen Rates.

Bildlegende: Verbale Selbstbeschneidung - damit wollen Bündner Kantonsräte den Ratsbetrieb effizienter machen. Entschieden wird im... Keystone

«In der Kürze liegt die Würze», sagt Ludwig Waidacher. Er und seine Kommission wollen den Grossen Rat effizienter machen. Konkret sollen Grossrätinnen und Grossräte bei ihrem ersten Votum nur noch sechs Minuten lang reden dürfen, anstatt wie bisher zehn.

Beim zweiten Votum zum gleichen Sachgeschäft wäre schon nach vier Minuten Schluss, anstatt nach ebenfalls zehn. Etwas mehr Redezeit wird den Regierungsmitgliedern und den Kommissionssprechern zugestanden. Sie sollen in Zukunft noch jeweils zehn Minuten lang argumentieren dürfen, unabhängig davon, zum wievielten Mal sie sich zu einem Geschäft äussern. Derzeit dürfen Regierung und Kommissionssprecher so lange reden, wie sie wollen.

Der Grosse Rat wird sich mit den Vorschlägen in der Aprilsession beschäftigen. Dann wird sich zeigen, ob die Politikerinnen und Politiker bereit sind, sich selber das Wort abzuschneiden.