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Graubünden Bündner Sonderjagd kommt vorerst nicht vors Volk

Das Bündner Stimmvolk soll nicht über die Abschaffung der umstrittenen Sonderjagd abstimmen dürfen. Das Kantonsparlament hat eine Initiative, welche die Abschaffung verlangt, nach einer mehrstündigen Diskussion für ungültig erklärt.

Legende: Video Sonderjagdinitiative ungültig abspielen. Laufzeit 03:33 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.02.2015.

Die Gegner der Sonderjagd im November und Dezember sagen, es komme dabei immer wieder zu ethisch, wildbiologisch und jagdlich verwerflichen Szenen, da verschiedene Regeln der ordentlichen Jagd ausser Kraft seien.

Die Kantonsregierung beantragte dem grossen Rat, gestützt auf zwei Gutachten, die Initiative für ungültig erklären zu lassen. Das Begehren verstosse gegen das Jagdgesetz und das Waldgesetz des Bundes.

Ersteres verlangt, mit der Jagd sei eine gut durchmischte, gesunde Wildpopulation zu erreichen, zweites fordert eine Regulierung der Wildbestände, damit die Wildschäden am Wald ein tragbares Mass nicht überschreiten.

Die Parlamentsmehrheit folgte der Argumentation der Regierung. Sie sah es als erwiesen an, dass mit den Forderungen und Vorschlägen der Initiative die Vorgaben der beiden Bundesgesetze nicht erfüllt werden könnten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von angelina brigante, 3604 thun
    wir menschen haben es immer noch nicht begriffen! die natur,wie auch der wolf und der luchs,sind in der lage,die wildbestände auf natürliche art zu regeln. wir menschen sind nur in der lage vieles zu zerstören...die welt ist nur eine!!!
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Das Wild muss ja nicht geschützt - nur noch dezimiert werden, wann und wie auch immer ! Hauptsache der Tourismus bringt Geld und die Wälder werden aufgrund der Stress-Reaktionen des Wildes nicht weiter verbissen. Absolut traurig, dass die Initiative für ungültig erklärt wurde.
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  • Kommentar von Linard Erni, Lugano
    Ich schäme mich für meinen Heimatkanton Graubünden, wo diese grausame, unwaidmännische Sonderjagd, welche auf gefälschten, unechten Wildzählungen basieren, jährlich stattfinden. Das arme Wild wird in der Zeit wo sie Winterruhe bräuchten gehezt und abgemezelt. Mein verstorbener Vater war auch ein Jäger, hätte aber niemals an diesee totol unsinnigen und unwaidmännischen Jagd teilgenommen, ihm genügten die 3 Wochen Jagdzeit pro Jahr völlig!
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