Bundesrat respektiert ETH-Entscheid zum Rätoromanischen

Die vom Bund getragene ETH Zürich streicht ihren Beitrag an den rätoromanischen Lehrstuhl der Uni Zürich. Man habe diesen Entscheid zur Kenntnis genommen, schreibt der Bundesrat nun auf zwei Anfragen aus dem Parlament. Die ETH könne einen solchen Entscheid autonom treffen.

Hörsaal

Bildlegende: Bei den aktuellen Gesprächen zwischen dem Kanton Graubünden und Zürich geht es um das künftige Romanisch-Studium. Keystone

Nachdem die ETH entschieden hatte, ihren Beitrag von 100'000 Franken an den rätoromanischen Lehrstuhl der Uni Zürich zu streichen, wollten Silva Semadeni (SP) und Martin Candinas (CVP) Antworten vom Bundesrat.

Ob dies überhaupt gehe und wie der Bundesrat gedenke sicherzustellen, dass auch künftig romanisch studiert werden könne. Die Antwort der Landesregierung lässt sich folgendermassen zusammenfassen:

Die ETH könne einen solchen Entscheid autonom fällen, man habe den Beschluss zur Kenntnis genommen und akzeptiere ihn. Ein romanisches Hochschulstudium sei weiterhin wichtig für den Erhalt und die Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur.

Wie die Studiengänge allerdings ausgestaltet werden, das liege in kantonaler Kompetenz. Man sei aber bereit, wenn nötig zwischen Kantonen und Hochschulen koordinierend zu wirken. Was dies konkret heisst, liess der Bundesrat offen.

Aktuell laufen Gspräche zwischen dem Kanton Graubünden und Zürich. Es geht darum, wie das Romanisch-Studium künftig aussehen soll.