Churer Bistum wehrt sich vergeblich

Die Churer Bistumsleitung hat in der Frage der finanziellen Unterstützung einer Beratungsstelle in Chur zum dritten Mal den Kürzeren gezogen. Das Parlament der katholischen Landeskirche Graubündens verwarf einen Antrag von Generalvikar Martin Grichting deutlich.

Die Dinge wiederholen sich seit Herbst 2012. Damals hatte der Churer Generalvikar Martin Grichting im Parlament der katholischen Landeskirche Graubündens, im Corpus Catholikum, erstmals erfolglos den Antrag gestellt, der Beratungsstelle «adebar» in Chur den Jahresbeitrag von 15'000 Franken zu streichen.

«adebar» berät in Fragen der Familienplanung, Sexualität, Schwangerschaft und Partnerschaft. Grichting brachte den gleichen Antrag 2013 ein und in der Sitzung des Parlaments in Chur erneut. Die Nummer zwei im Bistum Chur nach Diözesanbischof Vitus Huonder sagte, es gehe nicht an, eine Organisation zu unterstützen, die in vielfältiger Weise in wichtigen Fragen gegen das verstosse, was der Glaube der katholischen Kirche sei. Grichting stört sich vor allem daran, dass «adebar» die Abtreibungsfrage nicht tabuisiert.