Denkpause im Bergtourismus gefordert

Die Umweltorganisation «Mountain Wilderness» warnt vor übermässigem Ausbau der Tourismusangebote in den Bergen. Sie fordert deshalb ein radikales Umdenken. Nichts damit anfangen kann der oberste Bündner Bergbähnler.

Schneekanonen beim Oberalp.

Bildlegende: Nachhaltiger Tourismus gefordert. Schneekanonen am Oberalp: Die Umweltschutzorganisation fordert ein Umdenken. ZVG

«Der klassische, pistenbasierte Skitourismus in der Schweiz steckt in einer Sackgasse», schreibt die Organisation. Und der Weg aus der Sackgasse führe einzig und alleine über ein radikales Umdenken:

Denkpause

«Statt blindlings weiterzubauen und alle paar Jahre beim Staat die hohle Hand zu machen, muss der Skitourismus dringendst eine Denkpause einlegen!», dies fordert «Moutain Wilderness» in einer Medienmitteilung.

Weiter sagt die Gschäftsleiterin Katharina Conradin im Gespräch mit dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF, obwohl immer weniger Leute auf die Piste gingen, würde ständig weiter investiert bei den Bahnen. Dies mache keinen Sinn. Sie fordert daher, dass es Subventionen nur noch für nachhaltige Projekte geben soll.

Touristiker dagegen

Silvio Schmid von den Bündner Bergbahnen ist überhaupt nicht einverstanden mit der Idee von «Moutain Wilderness». Investitionen seien weiterhin nötig. Nur so könne man auch wieder neue Gäste gewinnen. Weiter seien diese Investitionen auch nötig um Arbeitsplätze zu sichern.