Die Krux mit der Bärensicherheit

Im Februar wurde im Kanton Graubünden der Bär M13 abgeschossen. Das Tier hat gelernt sein Futter in der Nähe von Siedlungen zu suchen, dabei kam er dem Menschen gefährlich nahe. Abfälle wegsperren, Bienenhäuser einzäunen, das Bärengebiet soll bärensicher gemacht werden. Doch das ist nicht einfach.

Bär versucht Abfalleimer zu öffnen

Bildlegende: Eine Region bärensicher einzurichten erweist sich als schwierig. Das zeigt die Situation in Graubünden. Keystone

«Wir sind nicht auf den Bären vorbereitet», sagt der Präsident der Region Misox, Andrea Toschini. Für die Region sei der Bär kein reales Problem, weil man keinen Bären im Tal habe. Man habe andere Probleme und könne sich nicht präventiv auf Bärenbesuch einstellen.

Beim Kanton sind sich die Experten sicher, irgendwann wandert wieder ein Bär aus dem italienischen Trentino nach Graubünden ein. Ein Bärenbesuch im Misox sei dann durchaus möglich.

«Am besten wäre es, wenn sich auch die Regionen, die bis jetzt keinen Bären hatten, vorbereiten würden», sagt Regierungsrat Mario Cavigelli. Die Erfahrung zeige aber, dass erst gehandelt würde, wenn der Bär im Tal sei. Man wolle mit Informationen versuchen die Gemeinden für das Thema zu sensibilisieren. In welcher Form dies geschehen soll ist noch völlig offen. «Denkbar ist eine Art Werkzeugkasten», sagt Cavigelli.

Als Musterknabe in Sachen Bärensicherheit wird gerne das Münstertal genannt. Die Region hat schon vor mehreren Jahren ein Konzept mit bärensicheren Abfallkübeln umgesetzt.