Die Sonderjagd soll weg

Die Hochjagd soll gestärkt werden zulasten der Sonderjagd im November und Dezember. So will es der Patentjäger-Verband. Eine Initiative will die Sonderjagd in Graubünden nun sogar abschaffen.

Ein Jäger auf der Pirsch auf der Hochalp oberhalb Tamins im Churer Rheintal.

Bildlegende: Es ist eine Initiative gegen die Sonderjagd geplant. Keystone

«Das Amt für Jagd und Fischerei erarbeitet Möglichkeiten zur Bewirtschaftung der Wildasyle, die einen Mehrabschuss von Hirschweld während der ordentliche Hochjagd ermöglicht.» Gemäss dem «Bündner Jäger» lautet so der Antrag, den der erweiterte Zentralvorstand des Bündner Kantonalen Patentjähger-Verbandes an seiner letzten Sitzung einstimmig verabschiedet hat. Mit dem Antrag will der Vorstand die unterschiedlich hohe Anzahl der auf der Sonderjagd zu erledigenden Tiere senken.

Kritik an der Sonderjagd

Wie es in der Begründung des Antrages heisst, würden aus Jägerkreisen sowie aus der Öffentlichkeit Massnahmen gefordert, um während der Hochjagd den Anteil des festgelegten Abschussplans zu erhöhen. Zudem steht laut der Zeitung «Südostschweiz» eine Initiative gegen die Sonderjagd in den Startlöchern. Die Sonderjagd ist immer wieder in der Kritik, weil sie im Winter stattfindet, wenn das Wild Ruhe bräuchte.

Laut dem Amt für Jagd und Fischerei publizierten Jahresbericht sind auf der diesjährigen Sonderjagd, die während 10 halben Tagen im November und Dezember stattgefunden hat, 1027 Hirsche und 146 Rehe erlegt worden. Auf der Hochjagd im September hatten 5477 Jägerinnen und Jäger insgesamt 2831 Hirsche und 2511 Rehe erlegt.