Ein grosses Palaver für Graubünden

Für die Jugend, für den Tourismus, für die Zukunft des Kantons: Das Bündner Olympia-Projekt hätte Graubünden vorwärts bringen sollen, sagten die Befürworter. Die Gegner forderten andere Ideen. Was nun? Der Zukunftsforscher Andreas Walker schlägt eine Zukunftskonferenz vor.

Olympia 2022 hätte dem Bündner Tourismus neuen Schub verleihen sollen, die Promotoren versprachen sich davon eine rosige Zukunft für den Kanton. Im Abstimmungskampf wurde das Projekt allerdings als zu einseitig kritisiert. Man setze mit Olympia zu stark auf den Wintertourismus. Konkrete Alternativen wurden allerdings keine präsentiert.

Wie kann ein Kanton seine Zukunft gestalten? Da seien Ideen gefragt, sagt Andreas Walker, Co-Präsident der Schweizer Zukunftsforscher.

Er schlägt deshalb eine Zukunftskonferenz für Graubünden vor. «Ein grosses Palaver ist wertvoll», sagt Walker. Viele Projekte würden scheitern, weil zu wenig darüber geredet würde, sagt der Zukunftsforscher gegenüber der Sendung «Regionaljournal» von SRF 1.

Die Zukunftsplattform sollte breit abgestützt sein, sagt Walker. Schüler, Berufsleute, Politiker, Geistliche und Wirtschaftsvertreter sollten sich einbringen können.