Eine Hauptprobe, aber kein Massstab

Seit Mittwoch wird in St. Moritz das Weltcupfinale der Alpinen Skirennfahrer ausgetragen. Für die Organisatoren ist es die Hauptprobe zur Ski WM 2017. Nur: Die WM kann kaum mit dem Weltcupfinale verglichen werden, sie wird deutlich grösser.

Das neue Gebäude für Radio- und Fernsehkommentatoren

Bildlegende: Das neue Gebäude für Radio- und Fernsehkommentatoren im Zielraum. SRF

«Heute haben wir auf der Tribüne Platz für rund 2000 Zuschauer, an der WM werden es 5000 sein. Zusammen mit den Stehplatz-Zuschauern erwarten wir an der WM bis zu 10'000 Zuschauer», sagt Franco Giovanoli, Direktor der Ski WM.

Zwei Arven - ein Streitpunkt

Aber auch sonst braucht es für die WM noch deutlich mehr Infrastruktur. Neben dem Zielgelände etwa sollen die Medienleute Arbeitsplätze finden, welche für die Ausstrahlung der Fernsehbilder sorgen. Und genau das sorgt für rote Köpfe im Oberengadin. Für die Container, die dafür aufgestellt werden sollen, müssen nämlich zwei Arven gefällt werden. Ein Fall, der nun auch Anita Mazzetta beschäftigt. Die Geschäftsführerin des WWF Graubünden sagt: «Zwei Arven hört sich nach wenig an. Sie stehen aber schon seit Hunderten von Jahren hier, die Container würden zwei Wochen lang aufgestellt.» Der WWF wird nun eine Stellungnahme vorbereiten.

Trotz der offenen Fragen und ausstehenden Arbeiten wurde im Skigebiet Corviglia bereits investiert. Im Ziel steht beispielsweise ein neues Gebäude für Radio- und Fernsehkommentatoren, zudem wurden die Aufenthaltsräume für Helfer und Athleten vergrössert und modernisiert. Und auf dem Berg wurden eine neue Beschneiungsanlage und Unterführungen unter den Rennpisten gebaut.