Geld für jedes verlorene Rüebli

Die Emser Bauern, die ihr Land für die Schaffung einer Schlammdeponie abgeben müssen, werden entschädigt. Die genauen Details haben Vertreter des Kantons Graubünden mit den Landwirten nun besprochen.

Im Tal bei Domat/Ems liegt sehr viel Schlamm und Schutt.

Bildlegende: Im Val Parghera-Tobel muss auf dem Land von Bauern platziert werden. Keystone

Noch immer fliesst Schlamm aus dem Val Parghera ins Tal. Per Notrecht hat der Kanton beschlossen, dass dieser Schlamm auf den Feldern rund um Domat/Ems deponiert werden soll. Das erwischte die betroffenen Landwirte auf dem falschen Fuss. Sie machten sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft.

Nun haben sich Vertreter des Kantons Graubünden zum ersten Mal mit den Bauern getroffen, um über die Entschädigungen zu reden. Die Landwirte forderten dabei unter anderem, jedes Jahr nach Ertragsausfall entschädigt zu werden. Die Höhe dieses Ausfalls soll von Experten berechnet werden. Für Gemüsefelder gäbe es so entsprechend mehr Geld als für eine Wiese.

Der Kanton zeigt sich offen. Man komme den Landwirten entgegen, sagte Hans Trüssel vom Tiefbauamt Graubünden gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio SRF. Es gebe für die Bauern keine Einbussen. So würden nicht nur die fehlenden Erträge entschädigt, sondern auch Lohnbestandteile gezahlt.