Kanton Graubünden prüft Hotels als mögliche Asylunterkünfte

In Laax gibt es Widerstand gegen die geplante Asylunterkunft im Hotel Rustico. Die heftigen Diskussionen haben auch einen Nebeneffekt. Weitere Hotelbesitzer haben sich beim Kanton gemeldet und ihre Liegenschaft als Asylunterkunft angeboten.

Ein Blick auf die verschneite Gemeinde Laax im Kanton Graubünden.

Bildlegende: In Laax regt sich Widerstand gegen eine Asylunterkunft. Keystone

 «Verschiedene Eigentümer haben ihre Liegenschaft als Asylzentrum angeboten», sagt der Leiter des Bündner Migrationsamts Marcel Suter. Zwei Objekte werde der Kanton Graubünden nun genauer anschauen. Dabei handelt es sich um Hotels, wie Suter weiter sagt. Die genauen Standorte wollte er nicht verraten.

In Laax soll das Hotel Rustico im Sommer zur Asylunterkunft umgenutzt werden. Dagegen gibt es Widerstand im Dorf. Auch der Gemeindevorstand hat wenig Freude an den Plänen der Bündner Regierung. Diese informiert am Montagabend die Laaxer Bevölkerung vor Ort.

Bei dieser Gelegenheit werde es auch eine Konsultativabstimmung geben, sagt der Gemeindepräsident. Die Leute sollen sich entscheiden, ob der Vorstand die Pläne aus Chur akzeptieren, oder ob man sich auf die Suche nach einer anderen Liegenschaft machen soll. Diese würde die Gemeinde in der Folge dem Kanton als Alternative vorschlagen.