Kantonspolizei warnt vor Sex-Selfies

Im Kanton Graubünden häufen sich Erpressungen mit Sexbildern oder -videos. Die Polizei stellt eine Zunahme der Fälle von sogenannter Sextortion im ganzen Kanton fest und warnt davor, auf die Forderungen der «höchst aggressiven Erpresser einzugehen», wie sie am Freitag mitteilte.

Sexting auf Handy

Bildlegende: Bei der Kantonspolizei Graubünden mehren sich die Fälle von sogenannter Sextortion. Pro Juventute

Bei dieser Art von Erpressung nimmt laut Angaben der Kantonspolizei Graubünden in der Regel eine unbekannte Frau via Facebook Kontakt zu einem Mann auf. Danach wird der Kontakt auf das Internettelefon Skype verschoben.

Die Unbekannte entblösst sich vor der Webcam und fordert den Mann auf, sexuelle Handlungen vorzunehmen. Diese Handlungen werden dann aufgezeichnet. Schliesslich werden die Betroffenen mit der Veröffentlichung der Bilder oder Videos erpresst. Die Kantonspolizei Graubünden empfiehlt, den Kontakt mit den Erpressern sofort abzubrechen und auf keinen Fall Geld zu überweisen. Häufig werde nach einer ersten Bezahlung weiteres Geld gefordert. Zudem stellten die Täter die Bilder oder Videos oftmals trotz Zahlung ins Internet. Betroffene sollten den Account des Erpressers sperren und den Missbrauch melden