Kirchner Museum Davos sucht neue Online-Wege

Das Kirchner Museum Davos will die Online Präsenz stärken. Es arbeitet deshalb mit Wikipedia zusammen. Autoren beschäftigen sich intensiv mit der Einrichtung und verfassen Artikel.

Kirchner Musuem

Bildlegende: Das Kirchner Museum in Davos zeigt Werke von Ernst Ludwig Kirchner am Ort ihrer Entstehung. Keystone

Ein Museum müsse offen sein für Neues, sagt Thorsten Sadowsky, Direktor des Kirchner Museums Davos. Deshalb hat sich das Museum entschlossen, mit Wikipedia enger zusammen zu arbeiten.

Die Wikipedia-Macher ihrerseits wollen ihr Wissen vertiefen. Dazu werden sie verschiedene Schweizer Museen besuchen und sich vor Ort informieren. Das Projekt wurde in Deutschland lanciert und findet jetzt erstmals auch in der Schweiz statt – im Kirchner Museum in Davos.

«Laien» berichten über Kunst

Rund 20 interessierte Wikipedia-Autoren – alles Freiwillige – werden sich drei Tage lang intensiv mit Kirchner beschäftigen. Das Museum veranstaltet speziell für sie Workshops. So sollen die Freiwilligen Leben und Werk des Künstlers intensiver kennenlernen, um danach spezialisierte Artikel für Wikipedia zu verfassen.

Dass Laien über Künstler und Kunstwerke schreiben, findet der Museumsdirektor mehr als einen «Versuch wert». Im Gespräch mit der Sendung «Regionaljournal Graubünden» sagt er, diese Wikipedia-Autoren schrieben im modernen Internet-Stil, was möglicherweise einem grösseren Kreis den Zugang zu Kirchner ermögliche.

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr