Komitee kämpft gegen Proporz in Graubünden

Ein überparteiliches Komitee mit Vertretern von FDP, CVP und BDP kämpft gegen ein neues Wahlsystem für den Grossen Rat. Für den Kanton Graubünden sei der Majorz ideal.

Ein Blick in den Grossen Rat, wo die Mitglieder klatschen.

Bildlegende: Die Bündner Grossratsmitglieder werden im Majorz gewählt. Das soll so bleiben, findet ein überparteiliches Komitee. Keystone

Am 3. März 2013 kommt die Proporzinitiative vors Volk. Sie verlangt, dass der Bündner Grosse Rat neu nach dem Proporz gewählt wird. Es ist bereits der siebte Anlauf um das Wahlsystem des Parlaments zu ändern.

FDP, CVP und BDP sind gegen einen Systemwechsel und haben ein Komitee gegründet. Für das überparteiliche Komitee «Köpfe statt Parteien» ist der Proporz das falsche Wahlsystem für Graubünden. Weil beim Proporz grössere Wahlkreise als heute nötig wären, befürchten die Gegner, dass die Talschaften nicht mehr angemessen vertreten wären im Parlament.

Hinter der Proporzinitiative stehen die SP, die SVP und die Grünliberalen. In ihren Augen wäre das Proporzsystem gerechter als der heutige Majorz. Graubünden ist neben Appenzell Innerrhoden der letzte Kanton der Schweiz der sein Parlament noch im Majorz wählt.