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Graubünden Nach illegaler Tötung: Nur noch ein Wolf auf der Abschussliste

Wilderer haben der Wildhut den Job abgenommen. Das Kontingent für den Abschuss von zwei Calanda-Jungwölfen wurde auf ein Tier reduziert, nachdem unbekannte Wilderer in Graubünden einen Jungwolf mit Schrot geschossen haben.

Legende: Video «Abschuss macht Wolf zum Politikum» abspielen. Laufzeit 3:07 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 18.03.2016.

Zwei Jungwölfe sollen es nicht mehr sein, die zur Strecke gebracht werden, sondern nach dem illegalen Abschuss eines Tieres in Graubünden nur noch einer.

Der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi bestätigte, dass das Kontingent auf ein Tier reduziert wird. Denn der gewilderte und unter einer Brücke im Domleschg entsorgte Jungwolf stamme vermutlich aus dem Calanda-Rudel.

Weiterer Abschuss ist fraglich

Dennoch soll die Wildhut bis Ende März noch einen Calanda-Jungwolf schiessen. Warum das so ist, erklärt sich laut Brosi mit der Verfügung der Bündner Regierung. Darin stehe, dass in Graubünden zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben würden. Abschüsse im Kanton St. Gallen sowie widerrechtlich erfolgte würden an die Abschusszahl angerechnet.

Ob die Wildhut in den nächsten zwei Wochen tatsächlich zum Schuss kommt, ist freilich fraglich. Das Calandamassiv ist zu drei Vierteln schneefrei. Die Wölfe bleiben mit ihrer Hauptnahrung, den Hirschen, dem Talboden fern und halten sich in höheren Lagen auf.

5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Ihr armen Wolfstöter, schaut her , ich bin ganz sicher , dass alle Tierfreunde die dieses kluge und auch schöne Tier sehr schätzen, euch für jeden gerissenen Schaf auch wenn dieses krank oder schon verletzt war, dieses zu mehr als 100% auch über den Wert hinaus ersetzen würden. Der Wolf greift den Menschen in unseren Breiten niemals an. Das wäre doch ein Deal - für jedes Tote Schaf, bekommt der Besitzer 500Fr Entschädigung - und ihr lasst zumindest ein Rudel Wölfe im Kanton am Leben !
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Logisch, jetzt wird der Wolf illegal geschossen. Eine traurige Tatsache. Wo sind denn die Wolfsschützer, die im Wallis und in GR endlich den Schafhaltern die Richtung weisen. Es müssen unsere Weidetiere besser geschützt werden - ohne Subventionen !!! Der Wolf ist gut - jedoch ein Fleischfresser. Unsere überbaute Kulturlandschaft ist kaum mehr Wolf-gerechtes Gebiet, das sind Facts !!!
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Überall auf der Welt sterben Menschen in Konflikten, ohne dass man sich darüber aufregt, aber bei uns wird um ein Tier ein Riesentheater gemacht....
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    1. Antwort von Peter Holzer (Peter Holzer)
      Herr Waber - sie stehen doch sonst immer zu 100% für die Einhaltung der geltenden Gesetze ein. Wieso dies hier nicht gelten soll ist mir ein Rätsel!
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