Neue Kleinwasserkraftwerke trotz Widerstand

Ferrera hat Pläne für ein neues Kleinwasserkraftwerk vorgestellt. Dieses wäre nur dank einer Subventionierung vom Bund rentabel. Nun soll das Gesetz geändert werden.

Zwei Visualisierungen aus dem Prospekt «Wasserkraftwerk Aua da Mulegn».

Bildlegende: Visualisierungen aus dem Prospekt «Wasserkraftwerk Aua da Mulegn». zvg

Das Kleinwasserkraftwerk «Aua da Mulegn» wird an der Gemeindeversammlung von Ausserferrera kommende Woche beraten. Ans Netz geht es frühestens 2017. Nach Protesten der Umweltverbände einigte sich die Gemeinde mit diesen auf einen Deal: Der Bach wird für die Wasserkraft genutzt, dafür wird ein anderer unter Schutz gestellt.

Durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) werden Kleinwasserkraftwerke subventioniert. So lohnt es sich für Stromkonzerne und Gemeinden, kleine Gewässer zu verbauen. Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen mache das wenig Sinn, sind sich Experten einig.

Der Bundesrat wird Anfang September die Botschaft zur Energiestrategie präsentieren. Es ist vorgesehen, dass die Praxis in Sachen Kleinwasserkraftwerken geändert wird.