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Olympia 2022 Kritik an Maurers Olympia-Kampagne

Bundespräsident Ueli Maurer setzt sich in Graubünden für die Olympiakandidatur 2022 ein. Kritiker werfen ihm vor, das Bündner Stimmvolk zu beeinflussen.

Ueli Maurer am Podium
Legende: Bundespräsident Ueli Maurer weibelt in Jenaz für Olympia. Keystone

Ob in Jenaz, Chur oder am WEF in Davos: Bundespräsident Ueli Maurer tritt seit Wochen an Veranstaltungen in Graubünden auf und zeigt sich dabei als flammender Befürworter der Idee, Olympische Winterspiele nach Graubünden zu holen. Damit diese Idee Wirklichkeit wird, muss das Bündner Stimmvolk am 3. März zustimmen.

Silva Semadeni findet Maurers Auftritte daneben. Sie ist Präsidentin des Komitees Olympiakritisches Graubünden und SP-Nationalrätin: «Er versucht die Bündner Bevölkerung zu beeinflussen», sagte Semadeni gegenüber Radio SRF. Die Vorlage sei die Angelegenheit der Bündnerinnen und Bündner.

«So ein Engagement ist aussergewöhnlich»

«Dass sich ein Bundesrat in einer kantonalen Abstimmungs engagiert, finde ich sehr interessant», meint Daniel Kübler, Professor für Politikwissenschaft an der Uni Zürich und Direktor des Zentrums für Demokratie Aarau. So ein Engagement sei ein Novum in der Schweiz. Solange die Auftritte nur der Information des Stimmbürgers dienten, sei das kein Problem. Es dürfe aber von einem Bundesrat auf keinen Fall Propaganda gemacht werden, so Kübler gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF.

Maurer selbst hält seine Referate für unproblematisch: «Die Leute müssen selbst wissen, wie sie abstimmen». Er stelle lediglich das Projekt vor. Die Olympiakandidatur «Graubünden 2022» betrachtet Maurer als gesamtschweizerisches Projekt. Der Bund brauche dafür Graubünden als Partner.

6 Kommentare

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  • Kommentar von P.Laube, Sils
    Was soll das Geklöne von Frau Semadeni. Solange der Bund und damit auch die Schweiz möchte, dass GR2022 stattfindet, erwarte ich auch dass der BR sich dafür einsetzt. Recht so!
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Ich finde die Aussage von SP-NR Semadeni lustig. BP Maurer versuche das Stimmvolk zu beinflussen. Soetwas würde sie natürlich niemals tun. BP Maurer hat schon Recht. Eine Olympiakandidatur würde die ganze CH betreffen. Befürworter + Gegner sollten gleichermassen zu Wort kommen dürfen, ohne gleich verunglimpft zu werden! Ich bin auch gegen eine Olympiade, da der Spitzensport längst keine Vorbildfunktion mehr hat und zur Abzockerei verkommen ist. Trotzdem verunglimpfe ich Befürworter nicht.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 stans
    Solange der Bund für dringendere Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung zuwenig Mittel zur Verfügung hat, wie er immer wieder betont, sollte man auch keine sündhaft teure Olympiade in der Schweiz durchboxen. wollen
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