«Wir haben 376 Millionen eingespart»

Die Olympiapromotoren haben ein ausgeglichenes Budget präsentiert. Die Durchführung der Winterspiele kostet neu 2,5 Milliarden Franken. Das bisherige Defizit wurde vor allem bei den Olympischen Dörfern und den temporären Bauten eingespart.

Rainer Quenzer

Bildlegende: Der Konzept-Verantwortliche Rainer Quenzer stellt die neuen Zahlen zu Olympia 2022 an der Medienkonferenz vor. Keystone

Das erste Budget für  die Olympische Winterspiele stammt vom vergangenen Sommer 2012. Bereits damals hatten die Promotoren angekündigt, das Defizit von 380 Millionen bereinigen zu wollen.

Sparpotential Olympische Dörfer

Günstiger kommen nun die Olympischen Dörfer, heisst es in einer Mitteilung. Statt 640 Millionen kosten sie 415 Millionen. Grund ist das neue Konzept für das Olympische Dorf in Davos, bei dem die Athleten und Funktionäre teilweise auch in Ferienwohnungen und Hotels unterkommen.

Weitere Sparmöglichkeiten haben die Promotoren bei diversen weiteren Budgetposten gefunden. Die Einnahmen betragen wie bisher rund 1,5 Milliarden Franken. Zusammen mit dem Verpflichtungskredit des Bundes von einer Milliarde resultiert deshalb eine schwarze Null.

Zusätzliche Kosten für die öffentliche Hand

Bei diesem Budget nicht eingerechnet sind die zusätzlichen Kosten für die öffentliche Hand für alle permanenten Investitionen wie Verkehr und Sicherheitskosten (1,5 Milliarden Fanken), sowie die Kandidatur für 60 Millionen Franken. Das Gesamtbudget Olympischer Winterspiele 2022 liegt neu bei 4,1 Milliarden Franken.