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«Ein Herz für Roveredo» Petition fordert einen Marschhalt

Fast 50 Jahre lebte das Südbündner Dorf Roveredo mit einer Autobahn quer durchs Dorf. Letzten November eröffnete Bundesrätin Doris Leuthard persönlich die neue Umfahrung, einen Tunnel für 440 Millionen Franken. Nun soll das Dorf wieder zusammenwachsen. Die Pläne der Gemeinde sind jedoch umstritten.

Bauplatz in Roveredo
Legende: Stein des Anstosses: Das «neue» Gebiet in Roveredo, das einer Nutzung harrt. SRF

Eine Petition, die gestern Montag lanciert wurde, fordert einen Marschhalt. Unter dem Titel «Un Cher per Rorè» (ein Herz für Roveredo) üben die Initianten Kritik am aktuellen Projekt. Statt der geplanten Gebäude in der heutigen Schneise favorisieren sie einen Platz als neues Dorfzentrum.

«Das einzige Projekt, dass der Bevölkerung bis jetzt vorgeschlagen wurde, ist ein urbanes Projekt», kritisiert Gionata Pieracci, Lehrer und Mitinitiant der Petition. Mit dem Abbau der Schallschutzwände habe man zum ersten Mal von der einen Dorfseite zur andern schauen können. Genau das gleiche wäre mit einem Platz möglich, so Pieracci.

Vertrag bis Ende September?

Die Gemeinde demgegenüber will ihr 60-Millionen-Projekt vorantreiben und arbeitet dafür mit einem Zuger Bauunternehmer zusammen. Er soll das Projekt finanzieren, bekommt dafür im Gegenzug den Boden zu einem günstigen Preis.

Zu diesem Vorgehen hatte die Gemeinde in einer Konsultativabstimmung im Januar klar Ja gesagt. In einem nächsten Schritt soll ein gemeinsamer Vertrag unterschrieben werden. Gegenüber Radio RSI sagte Gemeindepräsident Alessandro Manzoni, dies sei bis Ende September geplant. Danach sei ein Referendum möglich.

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