Zum Inhalt springen

Graubünden Regierung möchte keine Abstimmung über Sonderjagd

Das Bündner Stimmvolk soll nicht über die Abschaffung der umstrittenen Sonderjagd abstimmen dürfen. Die Regierung will, dass das Parlament die mit einer Rekordzahl an Unterschriften eingereichte Volksinitiative für ungültig erklärt.

Rothirsch
Legende: Ohne Sonderjagd würde sich der Hirschbestand in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln. Keystone

Das Begehren verstosse gegen Bundesrecht, teilte die Bündner Kantonsregierung am Dienstag mit. Die kantonale Volksinitiative wurde im August letzten Jahres mit der Rekordzahl von 10'229 Unterschriften eingereicht.

Sie verlangt, dass die Abschusspläne zwecks Regulierung des Wildbestandes während der Hochjagd jeweils im September zu 100 Prozent erfüllt werden. Dafür sei die Hochjagd von 21 auf 25 Tage zu verlängern.

Die Gegner der Sonderjagd monieren, es komme dabei immer wieder zu moralisch, ethisch und jagdlich verwerflichen Szenen, da Gesetzesregeln der ordentlichen Jagd ausser Kraft seien.

Hirschbestand würde fast verdoppelt

Die Kantonsregierung liess die Frage der Rechtmässigkeit der Sonderjagdinitiative mit zwei extern erstellten Gutachten klären. Dabei komme das wildtierbiologische Gutachten zum Schluss, dass sich die Abschusspläne bei Annahme der Sonderjagdinitiative nicht mehr erfüllen liessen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Die Herren wollen sich doch ihr Filetstück nicht vom Teller nehmen lassen. Da wird über den Wolf gewettert weil er einige Tiere tötet und der Bär sollte auch sofort verschwinden. Dass genau diese Tiere zu einem gesunden Wildbestand beitragen leuchtet den Herren nicht ein. Sie schießen lieber selber. Das Volk hat das eingesehen und würde der Abschaffung der Sonderjagd zustimmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Antonietta Tumminello, D-Duisburg
    Jahr für Jahr ballern Jäger in Deutschland über 5 Millionen Wildtiere tot. Für das einzelne Tier ist dies meist mit furchtbaren Qualen verbunden, die im Grunde gegen das Tierschutzgesetz verstoßen - von dem die Jäger bezeichnender Weise ausgenommen sind - und die durch nichts zu rechtfertigen sind. Denn die Jagd ist aus ökologischer und biologischer Sicht nicht notwendig, ganz im Gegenteil: Jagd schädigt mehrfach das ökologische Gleichgewicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen