Regionalverbände sind unzufrieden

Die Regionalverbände sind mit den Vorschlägen der Bündner Regierung zur Gebietsreform nicht einverstanden. Sie kritisieren, dass die Gemeinden das letzte Wort bei den Aufgaben der Regionen haben sollen. Dies machen sie in ihrer Antwort zur laufenden Vernehmlassung klar.

Eine Landschaft im Kanton Graubünden.

Bildlegende: Den Regionalverbänden passt der Vorschlag für die Neuorganisation nicht. Keystone

Auf dem Papier sieht die Lösung einfach aus: Ab 2015 soll Graubünden in elf Regionen eingeteilt sein. Zurzeit läuft die Vernehmlassung zum dafür nötigen Gesetz, der sogenannten Gebietsreform.

Kritik äussert nun der Dachverband der Bündner Regionalverbände. Für ein effizientes Arbeiten der Regionen sei es wichtig, dass die Gemeinden zwingend Aufgaben der Region übergeben. Beim Vorschlag der Regierung könnten die Gemeinden individuell entscheiden, was sie selber erledigen wollen oder was sie der Region übergeben möchten. Typische Beispiele sind Abfallentsorgung, Altersbetreuung oder Musikschule.

Auch spricht sich der Dachverband dafür aus, dass die Regionen die Organisationsform selber wählen können. Die Bündner Regierung favorisiert eine Konferenz der Gemeindepräsidenten. Für die Regionalverbände wäre es sinnvoller, auch andere Modelle wie ein Parlament zuzulassen.