Repower will das Stromgeschäft mit Italien verstärken

Der Bündner Stromkonzern Repower will mit einer neuen Stromleitung das Geschäft mit Italien verstärken. Das Unternehmen plant eine 14 Kilometer lange Leitung zwischen Castasegna (CH) und Mese (IT). Damit solle die Versorgungssicherheit und die Möglichkeiten für Handelsgeschäfte erhöht werden.

Hochspannungsleitung.

Bildlegende: Repower will mit einer unterirdischen Leitung Castasegna mit Mese verbinden. Repower

Der Stromkonzern Repower hat in Graubünden mehrere Wasserkraftwerke und verfügt auch über Leitungen, um den Strom zu transportieren. Das Netz soll nun ergänzt werden mit einer neuen Stromleitung nach Italien.

Die unterirdische Leitung soll den Bergeller Grenzort Castasegna mit dem 14 Kilometer entfernten Mese in Italien verbinden. Kostenpunkt 40 Millionen Franken. In einer Mitteilung heisst es, Repower wolle damit die Versorgungssicherheit erhöhen.

Gewinne mit grenzüberschreitendem Stromhandel

Bereits seit 2009 verfügt Repower über eine grenzüberschreitende Stromleitung von Campocologni (CH) nach Tirano (IT). Wie beim neuen Projekt handelt es sich um eine «Merchant Line». Der Name sagt es : Eine solche Handelsleitung wird auch dazu benutzt, über Preisdifferenzen Gewinne zu erzielen.

Man rechne mit einem guten Geschäft, sagt Repower-Sprecher Livio Zanolari. Für eine Prognose bezüglich möglicher Gewinne sei es noch zu früh. Zuerst müsse das Projekt ausgearbeitet werden.

Zanolari schätzt, dass bis in zwei Jahren klar ist, ob Italien mit dem Bau der Leitung einverstanden ist. Dann würde auch Repower abschliessend entscheiden, ob sich die neue Stromleitung lohnt.