Rueras: Schulhaus als Asylzentrum?

Die Gemeinde Tujetsch will das Schulhaus in Rueras dem Kanton als Asylzentrum anbieten. Dies haben die Einwohnerinnen und Einwohner beschlossen. Ob der Kanton diese Liegenschaft überhaupt will, ist allerdings offen.

Schulhaus Rueras

Bildlegende: Tujetsch will Hand bieten für eine pragmatische Lösung. rtr

Das Schulhaus in Rueras wird seit sieben Jahren nicht mehr genutzt. Es dient nun als Lagerhaus. Jetzt haben die Einwohnerinnen und Einwohner entschieden, das alte Schulhaus dem Kanton als Asylunterkunft anzubieten. Es würde ungefähr 80 Asylsuchenden als Unterkunft dienen.

39 Dorfbewohner haben am Donnerstagsabend über das Vorhaben abgestimmt, 25 sprachen sich dafür aus, 4 enthielten sich der Stimme. Dieses deutliche Resultat freut den Gemeindepräsidenten Beat Röschlin. Er will anfang der nächsten Woche dem Kanton das Angebot einreichen.

Dorf beleben

Neben dem humanitären Gedanken spielen auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle. Allein die Miete würde der Gemeinde jährlich rund 80‘000 Franken einbringen. Das prognostizieren Schätzungen des Kantons. Dieser gibt im Schnitt pro Tag und Flüchtling 4 Franken für die Miete einer Asylunterkunft aus.

Ob das Schulhaus in Rueras als Asylunterkunft geeignet ist, dazu kann der Kanton noch keine Auskunft geben. Er kenne das Objekt noch gar nicht. Sicher aber sei: Der Kanton brauche spätestens Anfang des nächsten Jahres weitere Aslyunterkünfte.