Schwacher Euro: Bündner Tourismus klagt

Die Schweizerische Nationalbank hat den Euro-Mindestkurs am Donnerstag aufgehoben. Industrielle und Touristiker aus Graubünden und der Ostschweiz zeigen sich überrascht und fürchten sich vor der Zukunft. Das ziehe grosse Einbussen nach sich.

Industrie

Bildlegende: Die Exportindustrie wünscht sich einen möglichst starken Euro. Keystone

«Die Hektik an den Finanzmärkten merkt man auch bei der Ostschweizer Industrie», sagt der St. Galler Wirtschaftsexperte Peter Eisenhut. Die Verunsicherung sei gross, weil nicht klar sei, wie die Auswirkungen wirklich seien. Eisenhut prophezeit, dass der Einkaufstourismus nochmals zunehmen werde.

Bei den Bündner Touristikern sorgt der Entscheid der Nationalbank für Kopfschütteln. «Für uns ist das sehr überraschend», sagt Andreas Züllig, Hotellier auf der Lenzerheide und Präsident von Hotelleriesuisse. Er habe zwar damit gerechnet, dass der Mindestkurs herabgesetzt werde. Wenn der Euro noch einen Franken koste, dann sei das aber schon sehr krass.

Nach dem Entscheid der Nationalbank, den Eurokurs nicht mehr bei 1,20 Franken zu halten, stürzte der Euro unter einen Franken ab. Der Kurs erholte sich in der Folge wieder ein wenig und lag am Donnerstagabend bei gut einem Franken.

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Eurosturz - Schock für Lenzerheide

3:48 min, aus Schweiz aktuell vom 15.1.2015

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