Suvretta House in St. Moritz kann Ausbaupläne vorantreiben

Das Bundesgericht in Lausanne gibt grundsätzlich grünes Licht für den Um- und Ausbau des Suvretta House in St. Moritz. Die Besitzer wollen in den nächsten Jahrzehnten bis zu 300 Millionen Franken investieren. Anwohner hatten sich gegen die Neubauten gewehrt.

Das Nobelhotel Suvretta House im Frühling in St. Moritz

Bildlegende: Das Suvretta House bei St. Moritz soll grösser werden. Keystone

Das Luxushotel Suvretta House trohnt stolz an bester Lage oberhalb von Sankt Moritz. Vor ein paar Jahren entschieden die Besitzer für bis zu 300 Millionen Franken auszubauen: Geplant sind neue Gebäude neben dem Haupthaus, nämlich ein Sport- und ein Suitenhotel sowie Um- und Ausbauten beim über 100jährigen Gebäude.

Nachdem die Gemeinde 2009 der nötigen Zonenplanänderung zugestimmt hatte, schlossen sich Nachbarn zu einer Interessensgemeinschaft zusammen. Die Pläne seien völlig überrissen, das Projekt zu gross und schlecht für die Landschaft.

Reiche Nachbarn wehrten sich gegen Ausbau
Bei den Gegnern handelt es sich um Leute mit viel Geld: Der Hang ist eine der teuersten Wohngegenden, ein Quadratmeter kostet schnell einmal 30‘000 Franken. Die Interessensgemeinschaft zog den Fall nun bis vor Bundesgericht und blitzte dort ab.

Die Bundesrichter in Lausanne sagen grundsätzlich Ja zum Hotelausbau. Die Umzonung sei rechtens, das Projekt habe auch das Potential sich harmonisch in die Landschaft einzufügen. Aber bei der Baubewilligung seien die konkreten Auswirkungen auf Tier und Natur zu prüfen.

In einem Nebenpunkt erhielten die Anwohner recht. Das Bündner Verwaltungsgericht muss jetzt nochmals prüfen, ob nicht auf den Bau einiger Suiten verzichtet werden könnte, damit ein Bach nicht verlegt werden muss. Die Nachbarn reden von einem Teilsieg und haben bereits angekündigt, die Baubewilligung sorgfältig zu prüfen.