Therme Vals-Verkauf: GPK stellt Kanton Persilschein aus

Beim umstrittenen Verkauf der bekannten Therme mit Hotel im Bündner Bergdorf Vals haben sich die Bündner Regierung und die kantonalen Instanzen korrekt verhalten. Zu diesem Schluss ist die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rates gekommen.

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Valser Terme: GPK entlastet Kanton

3:07 min, aus Schweiz aktuell vom 20.9.2013

Acht Monate ist das Kontrollorgan am Werk gewesen. Ihren Schlussbericht will die GPK aber nicht veröffentlichen. Der Schlussbericht soll eine interne Angelegenheit bleiben sagt der Präsident der GPK Cristiano Pedrini. Man könne aber versichern, dass man sehr genau gearbeitet habe, man habe sich intensiv mit dem Fall auseinandergesetzt und nichts unterlassen. Nun könne man mit gutem Gewissen sagen, dass die Regierung und die zuständigen Ämter richtig gehandelt hätten.

Ehemalige Gemeindepräsidentin nicht befragt

Nicht befragt von der GPK wurde die ehemalige Gemeindepräsidentin von Vals. Dies bestätigt der GPK Präsident. Man habe sich auf schriftliche Dokumente berufen während der Untersuchung, dies habe die ehemalige Gemeindepräsidentin nicht liefern können. Dies habe damit zu tun, dass sie die Gemeinde nicht vom Amtsgeheimnis entbunden habe, erklärt Margrith Walker auf Anfrage von Radio SRF.

Kritik von Links

Jon Pult von der Bündner SP ärgert sich, weil die GPK den Bericht nicht öffentlich macht. Im Regionaljournal Graubünden sagt er, dieser Fall interessiere die Öffentlichkeit. Sie habe ein Recht zu erfahren, wie genau die GPK zu ihrem Schluss gekommen ist.