Umweltorganisation zieht Beschwerden gegen Ferienwohnungen zurück

Helvetia Nostra, die Organisation von Umweltschützer Franz Weber, zieht vereinzelt Einsprachen und Beschwerden gegen Zweitwohnungen zurück. In Graubünden waren es mehr als ein Dutzend. Nach Annahme der Zweitwohnungsinitiative hat Helvetia Nostra mehrere hundert Baubewilligungen angefochten.

Ein Baukran steht vor einer Anreihung von Hotels in Laax

Bildlegende: «Wenn ein Bauherr beweisen kann, dass er eine Erstwohnung plant, dann geben wir den Widerstand auf», sagt Franz Weber. Keystone

Vor mehr als einem Jahr wurde überraschend die Zweitwohnungsinitiative angenommen. Hinter der Idee, in Ortschaften mit einem Ferienwohnungsanteil von mehr als 20%, keine neuen mehr zu bewilligen, steht Franz Weber. Seine Organisation Helvetia Nostra hat seit der Abstimmung mehrere hundert Bauprojekte bekämpft. Das Bundesgericht fällt die ersten Grundsatzurteile in den nächsten Wochen.

Mittlerweile habe die Organisation aber auch vereinzelt Beschwerden und Einsprachen zurückgezogen, sagt Vera Weber von Helvetia Nostra.
«Wenn uns ein Bauherr beweisen kann, dass er eine Erstwohnung plant, dann geben wir unseren Widerstand auf», sagt Weber.

In Graubünden habe man 17 Einsprachen und Rekurse zurückgezogen. Schweizweit waren es insgesamt 144 von 2331 Einsprachen und Rekursen.