Unmut übers Unterirdische

Die Churer sollen eine neue Abwassergebühr bezahlen müssen. Das Volk hat die Vorlage aber bereits einmal abgelehnt. Nun kommt das Vorhaben erneut an die Urne.

Kanalisationstunnel

Bildlegende: Viele Rohre unter dem Churer Boden haben ihre Lebensdauer bereits überschritten. Symbolbild Keystone

Rund 110 Kilometer lang ist das Abwasser-Tunnelsystem unter der Stadt Chur insgesamt. Bis jetzt finanziert die Stadt Chur den Unterhalt ihrer Kanalisation mit Steuereinnahmen. Bundesrecht verbietet dies jedoch schon lange.

Künftig soll das Verursacherprinzip gelten: Wer mehr verbraucht, zahlt mehr. Die Vorlage für eine entsprechende Gebühr kommt am 30. November vors Churer Stimmvolk. Dies, nachdem eine ähnliche Vorlage bereits 2012 an der Urne abgelehnt worden war.

Umstrittene Umsetzung

Die Zeit dränge, sagt der Churer Stadtpräsident Urs Marti gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio SRF: «Im schlimmsten Fall wird uns der Kanton einfach eine Variante vorschreiben».

Das beeindruckt SVP-Gemeinderat Beath Nay nicht. Er stört sich daran, dass die Steuern gleich hoch blieben, obwohl diese nicht mehr für die Kanalisation benötigt würden. Er und seine Partei lehnen die Vorlage ab.