Wenig reiche Russen im Kantonsspital Graubünden

Vor Jahresfrist startete das Kantonsspital Graubünden eine grosse Werbeaktion. Es wollte reiche Russen als Kunden gewinnen und so das Spital besser auslasten und zusätzlich Geld generieren. Die Bilanz ist ernüchternd: Nur gerade ein Patient wurde behandelt.

Drei Rettungs-Helikopter stehen rund um das Kantonsspital St. Gallen.

Bildlegende: Viel Verkehr am Kantonsspital Graubünden, aber nicht wegen reichen Russen. zvg

Das Kantonsspital Graubünden bestätigt auf Anfrage dieses Ergebnis. «Solche Aktionen brauchen eine gewisse Anlaufzeit», sagt der Spitalsprecher Martin Vincenz. Man wolle sich weiterhin um reiche russische Kunden bemühen. Diese sollen sich im Spital in Chur behandeln lassen. Das Ziel sei eine bessere Auslastung und mehr Ertrag im Kantonsspital.

Diesen Winter allerdings war das Spital entgegen den Erwartungen sehr gut ausgelastet und auch überbelegt. Teilweise wurden über 400 Personen gepflegt, obwohl das Spital nur rund 350 Betten zählt. «Wir hätten diesen Winter gar keine russischen Patienten behandeln können», sagt Martin Vincenz.

Gründe für die Überbelegung sind vor allem die vielen Schneesportunfälle. Diese haben gegenüber dem letzten Jahr massiv zugenommen.