Kriminalstatistik Weniger Straftaten in Graubünden

Ein sattes Minus von 27 Prozent verzeichnet der Kanton Graubünden im letzten Jahr bei den Einbruchdiebstählen. Das zeigt die Statistik. Auch insgesamt hat es 2016 weniger Straftaten gegeben. Noch eindrücklicher ist aber der langjährige Vergleich.

  • Die Anzahl Straftaten ging im Kanton Graubünden von 2015 zu 2016 um 3 Prozent zurück. In der Statistik sind nur die polizeilich erfassten Straftaten enthalten.
  • Die Einbruchdiebstähle gingen um 27 Prozent zurück auf 430 Fälle. Damit sind die Einbrüche in Graubünden deutlich stärker zurückgegangen als im schweizerischen Schnitt (11 Prozent).
  • Die Delikte gegen die Ehre, den Geheim- und Privatbereich nehmen zu. Die Kantonspolizei verzeichnete eine Steigerung um 30 Prozent auf 267 Fälle. Darunter fallen zum Teil auch Delikte im Internet. Weil diese Delikte zunehmen, will die Bündner Kantonspolizei diese künftig separat erfassen.

Besonders aussagekräftig sei der Vergleich von Jahr zu Jahr aber nicht, sagte Gianfranco Albertini am Montag auf Anfrage. Deshalb müsse man die Vergleiche über mehrere Jahre machen.

Und dieser Vergleich zeigt: Die Kantonspolizei muss sich tatsächlich immer weniger mit Kriminalität befassen. Im Vergleich zu 2010 sind die registrierten Verstösse gegen das Strafgesetzbuch um beinahe 20 Prozent zurückgegangen. Und der Blick in die Statistik zeigt auch noch: so tief wie 2016 waren die Zahlen seit 1998 nie. Ältere Zahlen besitzt die Kantonspolizei Graubünden nicht.