Weniger Verletzte auf Bündner Strassen

In Graubünden ereigneten sich 2012 mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Die Zahl der Verletzten sank.

Unfall mit Wild

Bildlegende: Im Kanton Graubünden waren Kollisionen mit Wild im Jahr 2012 die häufigste Unfallart. Symbolbild Keystone

Insgesamt 646 Personen sind letztes Jahr bei Verkehrsunfällen verletzt worden. Das sind so wenige wie seit 1966 nicht mehr. Wie im Vorjahr waren 18 Todesopfer zu beklagen. Die Anzahl der Unfälle ging leicht zurück, wie die Kantonspolizei Graubünden am Mittwoch bekanntgab.

Mit 954 Kollisionen machen die Wildunfälle fast 40 Prozent aller Unfälle aus. Wildunfälle sorgten dafür, dass die Unfallzahlen statistisch um 20 Prozent anstiegen. Die Polizei führt diesen Anstieg aber weitgehend auf die neue Zählweise der Unfälle mit Wild zurück. Neu wurden auch Wildunfälle mit unbekannten Verursachern erfasst.

Die Unfälle mit Fussgängern gingen um 3 auf 57 zurück. Davon ereigneten sich 18 auf Zebrastreifen. Eine auffällige Häufung von Unfällen wurde auf keinem Fussgängerstreifen registriert. Allerdings ergab eine Überprüfung aller Zebrastreifen durch die Kantonspolizei, dass gerade mal 14 Prozent ohne Mängel sind. Am häufigsten bemängelt wurde die Sichtbarkeit. Vier Prozent der Streifen wiesen derart gravierende Mängel auf, dass sie aufgehoben werden müssen.