Zuwanderungsinitiative: Bündner Hoteliers unzufrieden

Der Inländervorrang bedeute viel mehr Aufwand, sagt der Präsident der Bündner Hoteliers zur Umsetzung der Initiative. Die Kontingente ab einer Aufenthaltsdauer von vier Monaten gefährdeten zudem die Entwicklung der Tourismusorte.

Die Rezeption eines Hotels, drei Personen.

Bildlegende: «Bündner Hotels sollen nicht nur im Winter voll belegt sein.» Keystone

Mit unbeschränkten Arbeitsbewilligungen bis zu vier Monaten könnte zwar der Bedarf an Arbeitern für die Wintersaison gedeckt werden, sagt der Präsident der Bündner Hoteliers, Ernst Wyrsch. Lieber hätte Wyrsch jedoch unbeschränkte Bewilligungen bis zu acht Monaten oder noch länger.

Die Tourismusgebiete müssten vom Wintersportort zum Ganzjahres-Ferienort werden, so Wyrsch. Diese Entwicklung sieht Wyrsch mit der vorgeschlagenen Umsetzung in Gefahr. Wenn die Hotels durch den Inländervorrang immer zuerst beweisen müssten, dass sie auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind, würden Aufwand und auch die Kosten enorm steigen.

Die Hoffnungen auf eine Korrektur seien jedoch klein. Wyrsch glaubt nicht, dass der Bundesrat in den nächsten Monaten noch Änderungen diesbezüglich vornehmen wird.