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Grosser Rat Thurgau Adieu, Frühfranzösisch!

Legende: Video «Thurgau sagt Frühfranzösisch adieu» abspielen. Laufzeit 5:07 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.05.2017.

Das Thurgauer Kantonsparlament, der Grosse Rat, will das Volksschulgesetz ändern und einen neuen Paragrafen einfügen, in dem es heisst: «Französisch wird erst auf der Sekundarstufe I unterrichtet». Das Parlament stimmte nach einer mehrstündigen, emotionalen Debatte in erster Lesung mit 64 zu 53 Stimmen für die Gesetzesänderung.

Seit 24 Jahren wird im Thurgau ab der 5. Primarklasse Französisch unterrichtet, nun wollen die Politiker das Frühfranzösisch abschaffen.

Die Argumente

Contra Frühfranzösisch:
SVP, CVP, Grüne
Argumente: Die Erfolge seien enttäuschend, viele Schülerinnen und Schüler mit der Sprache überfordert.
Pro Frühfranzösisch:
SP, FDP, Regierung
Argumente: Die Abschaffung des Frühfranzösisch sei eine Sackgasse und gefährde den Sprachfrieden. Ausserdem hätten drei Viertel der Schüler keine Probleme mit dem Frühfranzösisch.

Das letzte Wort in Sachen Frühfranzösisch ist mit dem Entscheid vom Mittwoch allerdings noch nicht gefallen. Denn ein Behördenreferendum ist wahrscheinlich, was eine Volksabstimmung bedeuten würde. Damit dieses zustande kommt, müssen mindestens 30 der 130 Ratsmitglieder zustimmen. Lanciert werdem kann das Behördenreferendum aber erst nach der Schlussabstimmung, nach der zweiten Lesung der Vorlage. Diese soll in einer der nächsten Sitzungen stattfinden.

Fremdsprachen in der Primarschule bisher

Französisch als erste Fremdsprache in der Primarschule:
Deutschschweiz: GR, BL, BS, JU, SO, BE
Restliche Schweiz: TI, VS, GE, VD, FR, NE
Englisch als erste Fremdsprache in der Primarschule:
TG, AR, SG, GL, SH, ZH, SZ, NW, OW, ZG, LU, AG
Nur eine Fremdsprache in der Primarschule:
AI, UR

17 Kommentare

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  • Kommentar von Joel Busch (Joel)
    Also an der ETH ist es unter Studenten normalerweise so, dass Deutschschweizer und Romands sich lieber auf Englisch unterhalten. Obwohl wir ja die jeweils andere Sprache auf B2 Niveau beherrschen sollten. Ich glaube die Tessiner und die Romands reden häufiger Französisch wenn sie unter isch sind, wahrscheinlich ist das einfacher weil beide Sprachen Romanisch sind. Aber häufig muss es sowieso Englisch sein, wenn Deutsche, Österreicher, Lichtensteiner oder Studenten anderer Nationen dabei sind.
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  • Kommentar von Dominik Niedermann (d_lowman)
    An alle die sich hier künstlich aufregen: Das Französisch wird nicht abgeschafft! Wenn die Kinder aus der Schule kommen, hatten sie sogar gleich viele Lektionen Unterricht darin. Nur die Verteilung zwischen Primarschule und Oberstufe ändert sich.
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  • Kommentar von Theresia Weber (Resi)
    Welcome dear Strohbirn
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