Anna Göldi: Licht in dunkler Geschichte

Das Anna-Göldi-Denkmal in Glarus nimmt Gestalt an. Das erste Hexendenkmal der Schweiz kommt beim Gerichtshaus in Glarus zu stehen. An jenem Ort also, wo Anna Göldi als letzte Hexe Europas zum Tod verurteilt wurde. Das Denkmal besteht aus einer Lichter-Installation.

Ausstellungsraum im Anna-Göldi-Museum.

Bildlegende: Ein Anna-Göldi-Museum gibt es in Glarus bereits - jetzt kommt ein Denkmal dazu. Keystone

Eine von der Anna-Göldi-Stiftung eingesetzte Fachjury hat die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs für das Denkmal ausgewertet. Unter den 50 künstlerischen Beiträgen hat sie drei auserkoren, wobei nun eine Lichtlösung zur Ausführung kommen soll, wie es in einer Mitteilung heisst.

Zwei Lichter werden vom nordwestlichen Dachgeschoss des Gerichtshauses in die Nacht leuchten. Eine Gedenktafel an der Fassade informiert über die Bedeutung der Lichter. Das Mahnmal diene dem sichtbaren Andenken an Anna Göldi, die 2008 vom Glarner Landrat als «erste Hexe» durch demokratischen Beschluss rehabilitiert wurde. Die Anna Göldi-Stiftung und das glarnerische Komitee wollen das schlichte Mahnmal privat finanzieren.