Arbonia-Forster-Gruppe: CEO Daniel Frutig tritt ab

Die Thurgauer Arbonia-Forster-Gruppe (AFG) zieht die Reissleine: Aufgrund von hohen Wertberichtigungen rechnet AFG für 2013 mit einem Konzernverlust von rund 50 Millionen Franken. Konzernchef Daniel Frutig verlässt das Unternehmen per sofort.

Portrait Daniel Frutig

Bildlegende: Daniel Frutig verlässt den Konzern per sofort. Keystone

Vor einem Monat hatte der Bauausrüster noch von einer zufriedenstellenden Umsatzentwicklung 2013 angesichts des wirtschaftlichen Umfelds in Europa gesprochen und festgestellt, dass der Umbau des Unternehmens «weitgehend abgeschlossen» sei.

Gemäss einer Mitteilung muss die AFG nun für das Jahr 2013 Wertberichtigungen bei der in der Oberflächentechnologie tätigen STI Group von rund 64 Millionen Franken vornehmen. Weitere 9 Millionen Franken an Wertberichtigungen resultierten aus dem Verkauf der AFG Küchen.

Aufgrund der hohen Wertberichtigungen erliess die AFG eine Gewinnwarnung. Für das Geschäftsjahr 2013 wird mit einem Konzernverlust von rund 50 Millionen Franken gerechnet. Die AFG wird das vollständige Jahresergebnis am 4. März publizieren.

Frutig nimmt den Hut

Nach knapp drei Jahren verlässt Konzernchef Frutig nun das Unternehmen «im gegenseitigen Einvernehmen», wie es hiess. Verwaltungsrat und CEO hätten sich darauf geeinigt, die Führung des Unternehmens neu zu besetzen.

Der Ausverkauf bei der AFG geht indes weiter: Die AFG kündigte den Verkauf der STI Group in Steinach TG als Abschluss der «während der letzten Jahre erfolgten Bereinigung des Portfolios und der konsequenten Ausrichtung auf die Kernkompetenzen» an.