Areal von Electrolux verkauft

Die Glarner Glaro Immobilien AG kauf das Produktionsareal des Haushaltsgeräte-Herstellers Electrolux in Schwanden samt Gebäuden. Die neue Eigentümerin will nach Angaben von Electrolux das Areal weiterentwickeln und neue Produktionsfirmen ansiedeln.

Werk von Electrolux in Schwanden

Bildlegende: Die Gebäude der Electrolux in Schwanden werden von der Glarner Immobilien Firma übernommen. Keystone

Der Verkauf an einen lokalen Investor schaffe Voraussetzungen für die Erhaltung von gewerblich-industriellen Arbeitsplätzen auf dem Areal, teilte Electrolux am Mittwoch mit. Die Glaro Immobilien habe konkrete Pläne für das Electrolux-Werk. Zum Verkaufspreis machte Elektrolux keine Angaben.

Komplettübernahme gescheitert

Zusammen mit Vertretern von Kanton und Standortgemeinde suchte Electrolux seit Ende 2014 nach Lösungen für die Umnutzung des Areals. Gesucht wurden Investoren, die das Werk samt Infrastruktur und Mitarbeitenden für eine neue Nutzung übernehmen würden.

Ziel war es, einen Grossteil der Electrolux-Angestellten an gleichem Ort, aber für eine andere Firma weiter zu beschäftigen. Die Suche erwies sich jedoch als schwierig und wurde im Sommer 2015 gestoppt.

Interesse am Areal und den Gebäuden hatte auch der Kanton Glarus. Er wollte zusammen mit der Gemeinde Glarus Süd, zu der Schwanden gehört, ein Dienstleistungszentrum realisieren. Die Electrolux gab aber dem privaten Interessenten den Vorzug, weil sie «die für die Region wichtigen Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe» erhalten und neue gewerbliche Ansiedlungen ermöglichen wolle.

Electrolux schliesst Werk:

Der Haushaltsgeräte-Hersteller hatte im Dezember 2014 angekündigt, das Werk aus wirtschaftlichen Gründen bis Ende 2015 zu schliessen, die Produktion sei zu teuer. Betroffen sind 120 Mitarbeiter. Für sie wurden mehrheitlich Lösungen gefunden. Electrolux geht davon aus, dass bis Ende Jahr weniger als 30 Personen ohne Anschlusslösung verbleiben.