Überraschende Entdeckung Arsen in Diepoldsauer Grundwasser

Fachleute des Kantons St. Gallen haben in Diepoldsau Arsen im Grundwasser entdeckt. Der Kanton ist alarmiert und macht weitere Untersuchungen.

Beprobung des Bodens in Diepoldsau

Bildlegende: Auf der Suche nach der Quelle des Arsens: Fachleute nehmen Proben in Diepoldsau. Kanton St. Gallen

Vorgeschichte: Beim Bau von Einfamilienhäusern in Diepoldsau wurde im Boden Bauschutt gefunden: Balken und Mauerwerk – eigentlich nichts Besonderes. Erst bei der Analyse zeigte sich, dass im Bauschutt Arsen vorkommt. Deshalb untersuchte das Amt für Umwelt das Grundwasser und fand auch hier Arsen.

Vorgehen: Zu Beginn gingen die Fachleute davon aus, dass das Arsen aus dem Bauschutt stammt. Dies konnte aber nicht bestätigt werden. Der Ursprung des Stoffes bleibt also unklar.

Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, weil das Arsen nicht im Trinkwasser vorkomme, betont das Amt für Umwelt. Es werden regelmässig entsprechende Untersuchungen gemacht und da man davon ausgehe, dass die Ursache lokal sei, und die Trinkwasserfassung weit vom Fundort entfernt ist, müsse man sich auch nicht um das Trinkwasser sorgen.

Wie weiter? Das Amt für Umwelt hat nun ein Fachbüro mit weiteren Untersuchungen beauftragt. Erst wenn man die Quelle kenne, könne man auch das Problem lösen, heisst es beim Kanton.

Was ist Arsen?

Arsen (As) ist in seiner Urform nicht giftig. Weil es unlöslich ist, kann es der Körper nicht aufnehmen. Giftig wirken Arsenverbindungen. So überzieht sich Arsen an der Luft leicht mit seinen sehr giftigen Oxiden und ist deshalb mit Vorsicht zu behandeln.