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Ostschweiz Auch ohne Fusion muss die Zusammenarbeit weitergehen

Die St. Galler Stadt Rorschach und die beiden Gemeinden Rorschacherberg und Goldach schliessen sich nicht zusammen. Eine Gemeindefusion ist am deutlichen Nein der Gemeinden gescheitert. Rorschach ist enttäuscht und droht mit einem künftigen «Alleingang». Die Gemeinden winken ab.

Blick auf die Rorschacherbucht am Bodensee.
Legende: Die Gemeinden am See und deren Siedlungsgebiete sind eng zusammengewachsen. Keystone

Goldach, Rorschach und Rorschacherberg haben einzeln über die sogenannte Plus-Minus-Initiave abgestimmt. Einzig Rorschach stimmte zu mit 89-Prozent Ja-Anteil. Goldach und Rorschacherberg lehnten deutlich ab.

Der Stadtpräsident von Rorschach, Thomas Müller, äusserte sich kurz nach Bekanntgabe des Abstimmungsresultats enttäuscht. Jetzt müsse Rorschach eben alleine weiterschauen. «Rorschach muss sich auf einen Alleingang einrichten, der zehn bis zwanzig Jahre dauert. Die Zusammenarbeit mit der Umgebung muss neu beurteilt werden.»

«Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft»

Die Gemeindepräsidenten von Goldach und Rorschacherberg haben Verständnis für die Reaktion des Stadtpräsidenten, sind aber der Meinung, dass die Zusammenarbeit weiter gepflegt werden müsse. «Wir sind und bleiben eine Schicksalsgemeinschaft. Für einen Alleingang sind wir viel zu eng verbandelt», sagt der Goldacher Gemeindepräsident Thomas Würth gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» auf SRF 1.

«Wir sind so nah zusammengewachsen, das Siedlungsgebiet gehört zusammen, dass wir gezwungenermassen zusammenarbeiten müssen», sagt Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg. Und wenn einer dem anderen Schlechtes wolle, dann schade er sich selber, und dies sei sicher nicht im Sinne der Bürgerschaft, meint er weiter. Als Weg für die Zukunft sei er von einer lösungsorientierten Zusammenarbeit überzeugt.

Eine Fusion der drei Gemeinden wurde schon mehrfach angestossen. Die Initiative der Interessengemeinschaft Stadt am See, über welche am Wochenende abgestimmt wurde, kam aus der Bevölkerung.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 12.03 Uhr