Ausserrhoder Erwachsenenbildung geht weiter

Das Berufsbildungszentrum in Herisau stoppt per Ende März die Weiterbildung von Erwachsenen. Dies weil der Kanton kein Geld mehr dafür hat. Nun übernimmt eine Gruppe von Privaten.

Ein Seminarraum mit Erwachsenen und einem Kursleiter davor.

Bildlegende: Die Erwachsenen im Kanton Appenzell Ausserrhoden sollen weiterhin Kursangebote haben. Symbolbild/Keystone

Die Erwachsenenbildung AR GmbH besteht aus Privaten, die alle aus der Erwachsenenbildung kommen und eigene Firmen leiten.

Neu ist nebst der Leitung auch die Vermarktung und das Kostenkonzept. Bis anhin hat die Erwachsenenbildung, getragen vom Kanton, jährlich ein Minus von bis zu 100'000 Franken verursacht. Damit das nicht wieder geschieht, werden die Kurse überprüft und nur diejenigen weitergeführt, die auch rentieren.

«  Wir finden, es muss auch bei uns ein Angebot für Erwachsenen geboten werden. »

Beat Meyer
Mitgründer

Zu den alten kommen auch neue Kurse hinzu und sie werden in den drei Kategorien Hobby/Freizeit, Sprachen und Business&Verwaltung geführt. Von den Kursleitern bleiben rund drei Viertel.

Unterstützung vom Kanton

Der Ausserrhoder Bildungsdirektor Alfred Stricker ist erfreut über die Lösung: «Die Erwachsenenbildung ist wie neu geboren. Wir sind mehr als froh, dass es Leute gibt, die das anpacken.» Der Kanton unterstützt die neue Leitung mit bisherigem Knowhow und einem kleinen finanziellen Anteil an eine Anschubfinanzierung. Zudem stellt er die Räumlichkeiten zur Verfügung. Den grösseren Teil zur Startfinanzierung leisten Stiftungen.