Ausserrhoder Spitalverbund bekommt Lob und Rüge

Der Ausserrhoder Kantonsrat ist zufrieden mit der Entwicklung des Spitalverbunds. Bei der Debatte am Montag waren sich alle Parteien einig, dass die neue Organisationsform gut gestartet ist. Allerdings wurden die hohen Verwaltungsrats-Entschädigungen kritisiert.

Spital Herisau

Bildlegende: Die Verwaltungsräte Verwaltungsräte des Ausserrhoder Spitalverbundes verdienen pro Sitzung 1000 Franken. zvg

Der siebenköpfige Verwaltungsrat hat im Jahr 2012 über 600'000 Franken Entschädigungen bezogen. Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt rechnete im Vorfeld mit 250'000 bis 300'000 Franken. Ein Grund sei, dass mehr Sitzungen abgehalten wurden als geplant.

Das reicht SVP-Kantonsrat Florian Hunziker aber nicht: «Diese Zahl ist zu hoch». Kritik wurde auch aus anderen Parteien laut.

Weishaupt hat bereits im Vorfeld die Gehälter der Verwaltungsräte unter die Lupe genommen. Nun muss der Verwaltungsrat selber bis Ende Mai Stellung nehmen. Die Regierung will diesen Bericht abwarten und dann allenfalls Massnahmen ergreifen.

Der Spitalverbund ist seit Anfang 2012 selbständig - eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Die Rechnung schliesst mit einem Plus von gut 4 Millionen Franken. Das Geld wird in die Reserven gelegt.