Axpo-Verlust trifft Kantone

Die Ostschweizer Kantone sind direkt vom schlechten Geschäftsgang der Axpo Holding AG betroffen. Ihnen fehlt die ausbleibende Dividende in der Staatskasse. Die Finanzdirektoren nehmen es trotzdem gelassen.

Axpo-Chef Andrew Walo

Bildlegende: Axpo-CEO Andrew Walo gibt in Zürich den Milliarden-Abschreiber bekannt. Keystone

Bei den Ostschweizer Kantonen ist man nicht überrascht darüber, dass die Axpo Holding AG keine Dividende ausbezahlt. Entsprechend sei auch nicht mit diesen Einnahmen budgetiert worden, sagt der Finanzdirektor von Glarus, Rolf Widmer. Gleich tönt es auch bei seinen Amtskollegen.

Keine Besserung in Sicht

Der Finanzdirektor von Appenzell Ausserrhoden rechnet nicht mit einer Verbesserung der Situation. Es sei zu

«  Auch in den kommenden Jahren wird keine Dividende ausbezahlt werden.  »

Köbi Frei
Finanzdirektor Appenzell Ausserrhoden

erwarten, dass auch in den kommenden Jahren keine Dividenden ausbezahlt werden. Die Kantone St.Gallen und beide Appenzell haben deshalb mit ihrem eigenen Kraftwerkbetreiber, den St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken (SAK) vereinbart, dass dieses eine höhere Dividende ausbezahlt. Die SAK diene demnach als Puffer für die ausbleibende Dividende der Axpo Holding AG, so der Appenzell Ausserrhoder Finanzdirektor.

Die Axpo gehört den Kantonen

Die Aktien der Axpo Holding AG befinden sich vollumfänglich in der Hand der Nordostschweizer Kantone oder deren Kantonswerke. So sind die Kantone Thurgau (via Elektrizitätswerk Thurgau AG), St.Gallen und beide Appenzell (via St.Gallische-Appenzellische Kraftwerke AG) sowie der Kanton Glarus zusammen im Besitz von rund 25 Prozent aller Aktien.

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