Basejumper überweisen Walenstadt mehrere tausend Franken

Vergangenes Jahr ist ein Basejumper bei Walenstadt abgestürzt. Weil er nicht ausreichend versichert war, landete die Spitalrechnung bei der Gemeinde. Die Basejumper haben Geld gesammelt, um sich an den Kosten zu beteiligen.

Basejumper nach Absprung.

Bildlegende: Sprung hinab zum Walensee: Nicht jeder Basejumper erreicht das Tal unverletzt. Keystone

Der Basejumper ist Österreicher, er knallte beim Flug von den Churfirsten hinunter zum Walensee in einen Baum. Er überlebte den Unfall, für die Behandlungskosten im Spital wer er aber unzureichend versichert. Deshalb landete die Rechnung bei der Gemeinde Walenstadt, weil der Unfall auf ihrem Gemeindegebiet passierte.

Um der Gemeinde entgegenzukommen, hat die Basejumperszene Geld gesammelt. «Es ist ein Betrag von mehreren tausend Franken zusammengekommen», sagt Gemeindepräsident Werner Schnider gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Zudem konnte die Gemeinde weitere Vereinbarungen mit den Basejumpern treffen: Während der Wintermonate bis in den Mai soll es keine Flüge geben, um die Gemsen und Steinböcke in den Churfirsten zu schützen. Zudem sollen auch Helikopterflüge vermieden werden.

Im vergangenen Jahr gab es rund 500 Flüge von den Churfirsten hinab zum Walensee. Weil es sich um einen Extremsport handelt, werde das Thema in der Gemeinde kontrovers diskutiert, sagt Werner Schnider. «Eine grundsätzliche Ablehnung gibt es aber nicht.»