Bei Spitalverbunden grossräumiger denken

Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden planen einen gemeinsamen Spitalverbund. Vielleicht sollte man aber weitere Kantonsgrenzen überwinden, meint der Direktor des St. Galler Kantonsspitals.

Kantonsspital St. Gallen

Bildlegende: Das Kantonsspital St. Gallen will sein Einzugsgebiet vergrössern. Keystone

Mit einem gemeinsamen Spitalverbund wollen die beiden Appenzeller Halbkantone dem Kostendruck im Gesundheitswesen besser standhalten. Im Frühling entscheiden die beiden Parlamente und die Innerrhoder Landsgemeinde darüber.

 «Auf lange Sicht sollten wir grossräumiger denken», meint Daniel Germann, Direktor des Kantonsspitals St. Gallen, und denkt dabei auch ans eigene Spital. Spezialisierte medizinische Dienste könne man auf lange Sicht nicht kleinräumig organisieren. «Für 7 mal 24 Stunden hohe Qualität braucht man auch hohe Fallzahlen».

Bei den Kollegen in Herisau und Appenzell ist Germann schon vorstellig geworden. Man will weiter diskutieren, wenn der Appenzeller Spitalverbund zustande gekommen ist. Für die Zukunft denkt Germann aber einige Kantonsgrenzen weiter: «Ich würde durchaus Möglichkeiten sehen, stärker mit Zürich zusammen zu arbeiten.»