Beim Güttinger Gemeinderat ist Hopfen und Malz verloren

An der Gemeindeversammlung am Donnerstagabend kam es in Güttingen zum Showdown zwischen dem Gemeindeammann und den Gemeinderäten. Die Situation scheint allerdings ausweglos.

Gemeinderat Marcel Baumgartner gibt ein Interview, Gemeindeammann Eugen Staub im Hintergrund im Gespräch.

Bildlegende: Gemeinderat Marcel Baumgartner gibt ein Interview, Gemeindeammann Eugen Staub im Hintergrund im Gespräch. srf

An der Budgetgemeindeversammlung nahmen knapp 240 Stimmberechtige teil. Das ist fast doppelt so viel wie üblich. Durch die Versammlung führte Gemeindeammann Eugen Staub.

Beim Traktandum «Verschiedenes und Umfrage» vermittelte Berater Christoph Tobler zwischen dem Gemeindeammann und den Gemeinderäten. Es wurde allerdings schnell klar, dass sich der Gemeinderat nicht einigen kann.

Eugen Staub sprach von Mobbing. Die anderen Gemeinderäte wollten ihn isolieren, sie würden ihm Informationen vorenthalten, beklagte sich Staub. Er forderte eine externe Begleitung oder den Rücktritt der übrigen vier Gemeinderäte. Den eigenen Rücktritt schloss Staub abermals aus.

Als Vertreter der übrigen Gemeinderäte sprach Marcel Baumgartner zur Bevölkerung. Er kritisierte, dass Staub die Gemeinde nicht führen könne. «Wir suchen den Konflikt nicht», sagte Baumgartner.

Die Amtszeit dauert noch bis Ende Mai 2015. Bis dann werden die fünf die Gemeinde gemeinsam führen müssen, wenn sich keine andere Lösung finden lässt.