Belastende Situation in Romanshorner Altersheim

Ende Dezember ist im Altersheim Holzenstein in Romanshorn das Norovirus ausgebrochen. Seither steht es unter Quarantäne. Das ist für Bewohnerinnen und Bewohner wie auch für die Angestellten eine belastende Situation.

Ein Bewohner eines Altersheims sitzt vor dem Fenster.

Bildlegende: Die Bewohner des Altersheims in Romanshorn dürfen seit über zwei Wochen keine anderen Menschen mehr treffen. Symbolbild Keystone

Im Thurgau sind mehrere Altersheime vom Norovirus betroffen und auch in Rorschach im Kanton St. Gallen brach das Virus in einem Heim aus. Betroffene Heime werden im Normalfall unter Quarantäne gestellt, weil die Ansteckungsgefahr gross ist. Mit über zwei Wochen ist das Altersheim Holzenstein in Romanshorn am längsten abgeriegelt.

«Wir haben viele Bewohner, die oft hinaus gehen», sagt Andreas Steinke, Leiter Pflege im Altersheim Holzenstein. Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten zwar Verständnis für die Massnahmen. Sie würden aber verständlicherweise zunehmend ungeduldig.

Mühsame Arbeit

Im Alterheism wurden zudem weitere Massnahmen getroffen. So sind gewisse Bereiche abgeriegelt, das Personal trägt zum Teil Schutzkleidung und Kranke müssen auf den Zimmern bleiben.

Die Kantonsärzte unterstützen die Heime bei einem Ausbruch des Norovirus. Der St. Galler Kantonsarzt Markus Betschart stellt Merkblätter zur Verfügung und berät die Heime medizinisch. Das werde geschätzt, weil ein solcher Krankheitsausbruch einen grossen Aufwand für die Heime bedeute.

Am Sonntag wurde der letzte Fall im Romanshorner Altersheim festgestellt. Gibt es keine Neuansteckung mehr, kann das Altersheim Holzenstein am Donnerstag wieder geöffnet werden. Auch bei anderen Heimen ebbt die Krankheitswelle langsam ab.