Bislang wenig Wespenfrass an Weintrauben

Trotz Wespenjahr ist der gefürchtete Wespenfrass bei Weintrauben bislang ausgeblieben. Mit Beunruhigung beobachten die Winzer aber die Ausbreitung der asiatischen Kirschenessigfliege.

Eine Hand mit Trauben.

Bildlegende: Die vielen Wespen scheinen kein Problem zu sein für die Trauben. Keystone

Dieses Jahr ist ein Wespenjahr. Bei den Winzern gefürchtet ist der sogenannte Wespenfrass. Die Insekten machen sich über die süssen Trauben her. Die Schäden im Thurgau halten sich bislang in Grenzen. Im St. Galler Rheintal ist der Wespenfrass teilweise häufiger.

Eine neue Bedrohung

Für Unruhe sorgt aber eine Fruchtliege. Aus dem asiatischen Raum ist in den vergangenen Jahr die Kirschenessigtraube eingeschleppt worden. Sie ist nun auch in den Thurgauer und Rheintaler Rebbergen aufgetaucht. Die Gefahr besteht, dass die Fliege die Trauben ansticht und dort ihre Eier ablegt. So könnten ganze Rebberge befallen werden, sagt Markus Leumann, Rebkommissär Thurgau-Schaffhausen, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Da die Kirschenessigfliege neu ist, könne das Schadenspotenzial schlecht abgeschätzt werden. Von Himbeeren und Brombeeren wisse man aber, dass diese nach einem Befall verfaulen würden.