Briefmarken weit über Schätzwert gehandelt

Bei einer Auktion in Wil haben diverse Briefmarken-Raritäten weiter über ihren Schätzwert einen neuen Besitzer gefunden. Für einen sogenannten Gscheidle-Brief mit einer eigentlich gar nicht existierenden Marke wurde über 53'000 Franken geboten.

Mann schaut sich ein Buch mit Briefmarken an.

Bildlegende: An der dreitägigen Auktion wurden Briefmarken und Münzen im Wert von fast 10 Millionen Franken versteigert. Symbolbild: Keystone

Vor der Versteigerung wurde der Wert des Briefes auf 20'000 Franken geschätzt, wie das Auktionshaus Rapp am Mittwoch mitteilte. Auf dem Brief prangt eine 1980 von der deutschen Post anlässlich der olympischen Spiele in Moskau entworfene Sondermarke.

Da die Spiele wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan von der Bundesrepublik Deutschland boykottiert wurden, gelangte die Marke nie in den Verkauf und wurde eingestampft.

An der dreitägigen Auktion von Briefmarken und Münzen in Wil betrug der Verkaufsumsatz gemäss Auktionshaus Rapp insgesamt 9,6 Mio. Franken. Erwartet worden war ein Verkaufserlös von total 7 Mio. Franken.