Das Megabeben von Glarus

Während der frühen Entwicklung der Alpen fanden vor rund 30 bis 40 Millionen Jahren Megabeben statt. Diese haben auch in der Glarner Hauptüberschiebung charakteristische Spuren in den Gesteinsschichten hinterlassen.

Armin Dielforder, Geologe der Universität Bern, hat Gesteine im UNESCO-Welterbe «Tektonikarena Sardona» in den Glarner Alpen untersucht, die vor rund 30 bis 40 Millionen Jahren Teil eines Akkretionskeils waren, ausgelöst von einem Megabeben. Diese Adern wurden in geringer Tiefe durch Kompression der Gesteine gebildet.

Anhand dieser Beobachtungen erfahren Geologen mehr über die Dynamik von Akkretionskeilen und erhalten wichtige Informationen über die Auswirkung von Erbeben auf weitere geologische Prozesse wie das Auslösen von Nachbeben, so Dielforder. Da die Spuren aber nur nach einem Beben untersucht werden können, eignen sie sich nur für den Nachweis vergangener Ereignisse und nicht für die Vorhersage von zukünftigen Beben.

Die Studie über die Megabeben in den Glarner Alpen ist im renommierten Fachblatt «Nature Communication» erschienen.