Der Aikido-Mann aus Herisau

St. Gallen war am Wochenende Zentrum des europäischen Aikido-Kampfsports. Zu Besuch war ein Gross-Meister aus Japan. Das freute vor allem den Herisauer Hansruedi Nef, den Präsidenten der Schweizer Aikidas.

Hansruedi Nef sitzt im grauen Pullover und blauen Jeans auf einer Treppe in der Innenstadt von St. Gallen.

Bildlegende: Kurz geduscht, bevor er wieder in den weissen Kimono steigt: Hansruedi Nef. SRF

«Im Gegensatz zu Karate oder Judo geht es bei Aikido nicht darum, den Gegner zu verletzen», erklärt Hansruedi Nef. Er sieht Aikido deshalb als Kampfkunst und nicht als Kampfsportart. Ziel sei es, den Gegner mit dessen Energie selber zu schlagen.

«Das geht zum Beispiel, in dem ich einem Angriff so ausweiche, dass der Gegner an mir vorbei schlägt. Seinen Schwung nutze ich, indem ich ihn anschliessend zu Boden drücke.» Nef war einer von vielen Aikidas, die am Wochenende in St. Gallen trainierten. Zu Besuch war der Grossenkel des Kampfkunst-Begründers.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan statt.